Kirchenkonzert 2008

Kirchenkonzert in der Gurtweiler Pfarrkirche am 01.06.2008

Auf dem Berg des Drachens

Nach einer Sage hausen Drachen auf dem Pilatus hoch über dem Vierwaldstätter- see.

 

In der vollbesetzten Gurtweiler Pfarrkirche erlebten die Besucher des Konzerts des Musikverein Gurtweil eine spannungsgeladene Interpretation der sinfonischen Dichtung "Pilatus: Mountain of Dragons" des amerikanischen Komponisten Steven Reineke.

 

Klarinetten, allen voran die Bass-Klarinette von Marina Reichmann, gaben beim Aufstieg im Morgengrauen sanft und erhaben den Ton an.

Mit drohenden, donnernden Klängen verausgabte sich das Orchester im Kampf, bevor es zu harmonischer Einheit zurückfand. Der Drache hatte durch sein Mitleid den Grundstein für ein friedliches Miteinander gelegt.

 

Unter der Leitung von Manuel Wagner boten die Musiker und Musikerinnen ein beeindruckendes Programm. Einmal mehr überzeugte der Musikverein Gurtweil mit exzellent gespielter, zeitgenössischer Blasmusik, die das konzentrierte Zuhören zur Freude machte. Dieter Hauser sagte die Stücke an und gab Hintergrundinformationen. Im dreiteiligen "Fanfare, Romance and Finale" von Philip Sparke fanden triumphierende Blechbläser und gefühlvolle Holzbläser in einem bombastischen Finale zusammen.

Im "St. Thomas Choral" des tschechischen Komponisten Pavel Stanek erlebte das Publikum eine imposante, vom Orchester mühelos bewältigte Steigerung. Dirigent Manuel Wagner führte das Orchester von einer zarten Melodik in eine majestätische "Höhe" voller sakraler Feierlichkeit.

 

Seit fünf Jahren ist Manuel Wagner Dirigent des Musikvereins Gurtweil. Der 27-jährige Student der Trompete hat viel frischen Wind in den Musikverein gebracht. Auch in seinem ersten Kirchenkonzert zeigte er, dass er ein echter Profi ist oder mit den Worten von Pfarrer Lemmens: "Er ist ein Künstler".

 

Mit einem als Zugabe gewährten Gospel, bei dem vier Blechbläser als Solisten glänzten und die Zuschauer klatschend mitgingen, ging das einstündige Konzerterlebnis zu Ende. Der Erlös aus der anschließenden Kollekte geht an Andreas Hauser, der sich für Hilfsprojekte in Indien einsetzt.

 

Pressetext von Frau Ursula Freudig